Lucile

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lucile

Mein Name ist Christian. Ich möchte Ihnen Lucile vorstellen und erzählen, wie wir uns kennengelernt haben.
Lucile wurde im August 1976 im großen Paris, der Hauptstadt Frankreichs geboren. Sie wuchs im 13. Arrondissement auf, dem chinesischen Arbeiterviertel.
Sie studierte, um Lehrerin zu werden, aber nach nur einem Jahr als Lehrerin, als sie 24 war, nahm sie Abschied von der Hektik und Unnatürlichkeit der Stadt, auf der Suche nach etwas anderem… Vielleicht war der Grund auch ihre Sehnsucht nach den schönen Sommerferien, die sie als Kind im kleinen Dorf in der Provence verbrachte, oder die Abenteuer, die sie in den Ferienlagern in der grünen Natur Frankreichs erlebte.
Sie reiste sehr viel, nach Asien und Nord- und Südamerika, auf der Suche nach Antworten, ihrem Frau-Sein und dem Verhältnis zu Mutter Natur.
Sie zog in ein kleines Dorf im Süden, wo sie arbeitete und in einer Zirkusschule lernte. Am Wochenende leitete sie eine anarchische Bibliothek auf Rädern
2003, nach einem Rainbow-Europe-Event schloss sie sich einer Karawane von Menschen, Pferden, Eseln, Ziegen, Hunden und Läusen an, mit dem Ziel, in Andalusien eine freie Gemeinschaft zu gründen.
2005 lernten wir uns in dieser Gemeinschaft kennen, wo man in Tipis und Jurten wohnte, sorglos Musik und Zirkus machte, Gemüse anbaute, Wissen und Massagen austauschte, Brot- und Kunstmärkte veranstaltete sowie große Mondfeste mit Tänzen rund ums Feuer, mit Pizzen ohne Ende.
Ein wunderschöner Ort, um Kinder großzuziehen, Energie zu tanken und Freiheit zu genießen.
Lucile nähte Kleider, Hüte und sogar das Tipi und die Jurte, in der sie lebte.
Sie spielte Drehorgel und Mundharmonika und hatte bereits einen Sohn, Sole, den sie unter einem Olivenbaum geboren hatte, wie Gioian Quercia und Elias Lensaita. Lucile begleitete mehrere Frauen auf dem Weg zur Geburt und wurde zum Bezugspunkt der Gemeinschaft für die natürliche Geburt, wo über 130 Kinder auf die Welt kamen.
Wie es jedoch so oft und vor allem an einem so freien Ort passiert, wurde vieles anders: Die Gemeinschaft ging zu konsumorientierten und heuchlerischen, oberflächlichen Verhaltensmustern auf menschlicher Ebene und im Verhältnis zur Natur über.
2010 verließen wir Andalusien und zogen 2011 nach Reggioli, in dem Jahr als Amanita geboren wurde.
Unser Ziel war ein es, einen Ort zu gründen, an dem man erforschen und experimentieren, alte Schemata umwälzen und im Einklang mit der Natur leben kann.
2014 kam dort JanRù, unser Nesthäkchen, auf die Welt.
Nun zurück zu Lucile: Sie liebt Musik, Kunst, Kunsthandwerk, die Zirkuskunst und kreative Ausdrucksformen.
Sie backt gerne mit den Kindern, geht mit den Eseln spazieren, trinkt Wein und quatscht gern.
Sie weckt Früchte ein, macht Säfte und kümmert sich um alle Details im Haushalt. Sie sammelt auch Heilkräuter, die alle in der Familie verwenden.
Sie tauscht gerne Samen und pflegt das Gewächshaus, ihre Hühner, Katzen und Hunde. Sie liebt Abenteuer und vor allem Unvorhergesehenes.
Sie liebt das Leben und die Freiheit so sehr, dass sie oft Mühe hat, sich zu organisieren. Ordnung und Disziplin kennt sie nicht. Sie ist spontan und stets bereit, dem Lauf des Lebens zu folgen.
Sie ist die Frau, die ich am meisten lieben.